Leros

Leros ist ein insel in Griechenland in der Dodekanes mit schone Naturstrande und klima

Dienstag, 17. Februar 2009

Leros sehenswürdigkeiten

Leros Festungen: Die Festung Brouzi im Baustil der romischen Periode befindet sich auf den Ruinen der antiken Stadt an der Hafeneinfahrt der Hagia Marina.
Lakki: Das Denkmal am Strand erinnert an die Versenkung des Torpedobootjagers "Konigin Olga" durch die deutsche Luftwaffe bei einem Angriff am 26 September 1943.
Partheni: Auf einer Anhohe westlich des heutigen Flughafens befand sich nach Vermutung der Archaologen und nach den Inschriften aber auch nach den philologischen Quellen zu urteilen, der Tempel der Gottin Artemis von welchem nur noch sparliche Uberreste erhalten sind. Heute steht dort eine kleine Kapelle. Systematische Ausgrabungen sind noch nicht vorgenommen worden, jedoch fand man dort Stelen aus der hellenistischen Epoche.

Burgen
An einer hervorragenden Stelle, ostlich der Stadt, befindet sich auf dem kahlen Gipfel des Hugels Apitiki auf etwa 300m Hohe die Burg von Leros, welche auch Burg der Muttergottes genannt wird. Erbaut wurde die Burg in der byzantinischen Periode auf den Ruinen der antiken Festung von Leros. Ausgrabungen brachten antike Graber aus dem 7ten Jh v.Chr. ans Tageslicht. Bei feindlichen Angriffen durch Rauber und Piraten zog sich hier die Bevolkerung zum Schutz zuruck. In ruhigen und friedlichen Zeiten lebten die Menschen in den Hausern vor der Festung. Etwa 180 alte Wohnhauser aus der Zeit stehen auch heute noch verlassen und renovierungsbedurftig an diesem Ort. Im Inneren der Burg befindet sich das Kloster der Muttergottes "Kira" (Herrin) (1300), mit bemerkenswerten Fresken. Weiterhin ist dort eine Sammlung von Ikonen, Manuskripten, Taufbecken und einem Epitaph untergebracht von archaologischem, aber auch byzantinisch-kirchlichem Interesse. In bezug auf die Ikone der Muttergottes nehmen die Erzahlungen und Volkslegenden kein Ende.

Kloster und Kirchen
Alte und erwahnenswerte Kirchen auf Leros sind mitunter die Kirchen Christi und des Kreuzes in der Region von Platanos. Von jedoch gro?erem historischem Interesse ist die Kirche der Heiligen Paraskevi wobei es sich einst um die Metropolis der Insel handelte.
In Lakki befindet sich die Kirche des Heiligen Johannes des Theologen die mit den uberwaltigenden Mosaiken aus dem 11ten Jh. zu den wohl wertvollsten auf dem Dodekaneskomplex gehort. Im weiteren Umfeld von Partheni liegt die Kirche des Heiligen Georgios aus dem 10ten Jh., welche mit antikem Baumaterial konstruiert wurde die aller Wahrscheinlichkeit nach vom Tempel der Artemis stammen.
In Strandnahe im Norden befindet sich die Kirche der Heiligen Kioura oder Matrona, die es auf Grund der interessanten Freskenmalereien und alten Ikonen wert ist besichtigt zu werden. Erbaut wurde die Kirche von den politischen Haftlingen wahrend der Diktatur zwischen 1967 - 1974. In unmittelbarer Nahe der Region von Kokkali liegt die Kapelle des Heiligen Isidoros, welche auf einem Felsen im Meer erbaut wurde.
Mit der Kuste ist der Felsen lediglich durch einen kunstlich angelegten Zementpfad von 50 m Lange verbunden. Neben dem Felsen am Meeresgrund kann man noch heute die Ruinen eines antiken Tempels sehen. Der Kustenstra?e in Richtung Suden folgend erreicht man kurz nach der Region Gourna, in der Nahe von Drimona die Kapelle der Muttergottes Gourlomata aus dem 14ten Jh welche interessante Fresken aufweist und mit Bauelementen eines Gebaudes der Antike errichtet wurde.
In der Nahe der Siedlung Xerokambos liegt eine der schonsten Kapellen der Insel. Geweiht ist diese malerische Kapelle der Muttergottes Kavouradena (Kavouras= Krabbe). Sie ist formlich inmitten der Felsen an der Kuste erbaut worden. Die Wahl der Lage ist nicht zufallig, sondern stutzt sich auf eine alte Legende nach welcher ein Fischer der dort nach Krabben suchte die Ikone der Muttergottes in einer Felsspalte fand. Die etwas muhsam zugangliche Kapelle ist uber mehrere Stufen inmitten der Felsen erreichbar.

Dienstag, 10. Februar 2009

Leros Urlaubsorte

Wichtigste Urlaubsorte auf Leros



Platanos- Agia Marina- Panteli
Die drei Siedlungen sind in heutiger Zeit zu einem vereinigten Wohngebiet geschlossen worden. Sie erstrecken sich harmonisch, der naturlichen Beschaffenheit des Bodens folgend, uber zwei Buchten, dem Hafen der Hagia Marina und der Bucht Panteli sowie uber zwei Hugel, dem Apitiki mit der Burg auf seinem Gipfel und Merovigli mit der Quelle Palaeaskloupi (Palaeo Asklipion- Altes Asklipion) hinaus. In Platanos, dem altesten Wohngebiet auf Leros, schlagt das Herz der Insel. Es ist das historische und geistige Zentrum aber auch Verwaltungssitz und Einkaufszentrum zugleich. Am sudlichen Hang des Hugels Apitiki in Richtung der Bucht Panteli befindet sich die gleichnamige Siedlung bei welcher es sich einst um ein Fischerdorf handelte. Von hier fuhrt die Strasse zu den Windmuhlen vorbei die anschliessend zur Burg weiterleitet.
Die Hagia Marina, ein Hafen seit der Antike und einer von insgesamt zwei Hafen auf der Insel-(Lakki ist der zweite), weist mit seinen 2500 Einwohnern reges Leben auf.

Alinda
Tief im Inneren der Hagia Marina befindet sich das malerische Alinda welches sich uber eine grossraumige Flache erstreckt und fast mit der Region Krithoni landschaftlich verbunden ist. Im Jahre 1923 wurde inmitten der uppigen Natur von Alinda das erste Hotel der Insel gebaut. Diesen Ort wahlte auch der turkische Kommandant um sein Haus zu errichten, welches durch Brand zerstort wurde. Wanderfreunde haben die Moglichkeit von Alinda bis nach Korifo mit dem anmutigen Strand zu wandern. Das Dorf Alinda etwa 3 km nordwestlich von Platanos gelegen hat ca. 420 Einwohner.

Lakki
Bei Lakki handelt es sich um den gro?ten Hafen der Insel. Die dominierenden Gebaude, die weiten Strassen, die nach europaischem Standard angelegte Stadt, die Parkanlagen und die Eukalyptusallee verleihen Leros eine besondere Note die den Besucher in den Bann zieht. Architektonische Elemente der klassischen Periode gliedern sich harmionisch zwischen modernen Gebauden und Kirchen der erweiterten Region ein. Die Planung und die Umwandlung der malerischen Bucht in eine moderne Stadt (1930-1936) weist uns auf die Zeit der Italienerherrschaft zwischen 1912 und 1948 zuruck. Geschlossen in seiner Lage, tief im Inneren der Bucht mit einer Einfahroffnung von 500m welche mit einer gro?en Mole ausgerustet ist, handelt es sich hier um einen der sichersten Hafen im Mittelmeerraum. Im letzten Krieg diente dieser Hafen als Marinestation der Italiener und spielte eine wichtige Rolle in der Region. In Lepidia befand sich die Luftfahrtbasis mit den entsprechenden Einrichtungen. Lakki hat 2400 Einwohner und befindet sich 4 km sudlich von Platanos.

Xerokambos
Es ist die sudlichste Siedlung auf der Insel. Die sparlich versaten Hauser erstrecken sich uber das kleine Tal. Die geschlossene kleine Bucht, die den gleichen Namen wie die Siedlung tragt, erinnert eher an einen Fluss. Umgeben ist Xerokambos von steinigen, mit Buschen bewachsenen, Hugeln. Auf dem Gipfel ragt die Burg Palaeokastro mit der schneewei?en Kapelle der Muttergottes hervor. Die Siedlung hat 1150 Einwohner und liegt 8.5 km sudlich von
Platanos.

Partheni
Historische und religiose Statte seit der Antike. Bei Ausgrabungen kamen hier Funde ans Tageslicht die vom ersten menschlichen Dasein auf der Insel zeugen sowie die Ruinen des Tempels der Parthena Artemis (Jungfrau Artemis) dem die Siedlung auch seinen Namen verdankt. Der Tempel wurde im 11ten Jh. zerstort als Sankt Christodoulos, Bauelemente des Tempels verwendete um eine Kapelle und ein kleines Klostergut zu Ehren des Heiligen Georgios zu errichten. In der Nahe von Partheni befindet sich der Flughafen der Insel. Die nahegelegene Felsinsel Archangelos liegt schutzend vor der Bucht. Partheni hat 300 Einwohner und liegt 8 km nordwestlich von Platanos.

Leros Geschichte

Der strategischen Lage in der sudostlichen Agais verdankt Leros ihre uberaus reiche Geschichte. Spuren menschlichen Daseins auf der Insel wurden in Partheni ausgegraben und werden zeitlich in die neolithische Periode eingestuft. Es handelt sich hierbei um eine vollstandige Siedlung die in die Zeit von 8.000 bis 3.000 v.Chr. datiert wird.

Als erste Einwohner werden die Karen, die Leleken, die Phonizier und die Kreter mit Anfuhrer den Rodamantho, Bruder des Konigs Minos erwahnt. Wahrend ihres sturmischen Zuges durch den Mittelmeerraum besiedeln die Dorier mitunter die Insel Leros. Nach Homer soll Leros gemeinsam mit der Nachbarinsel Kalymnos am trojanischen Krieg teilgenommen haben, wahrend Herodot in seinen Werken von einem engen politischen und geistigen Austausch aber auch einer regen Handelsbeziehung zu den Ionern von Militos spricht. Im 5. Jh.v.Chr. erfahrt Leros eine geistige Bluteperiode. Es ist die Zeit des spottischen Dichters Demokritos und des Historikers Feredikes.

Nach den persischen Kriegen stellt sich Leros auf die Seite des Athener Bundes. Grabstelen und Munzen aus der Zeit Alexanders des Gro?en weisen auf die Anwesenheit des gro?en Feldherren und seines Heeres hin. Ploutarchos betont ebenfalls die ausschlaggebende Rolle der Lage von Leros in der Schiffsfahrt und bezieht sich auf die Gefangenschaft von Julius Casar auf der Insel Farmako in der Nahe von Leros.

In der byzantinischen Periode werden auf der Insel prachtige christliche Tempel erbaut.
Konstantin der Gro?e schlie?t Leros in den Bund von Samos ein. Zu dieser Zeit wird die Burg und die Kirche der Muttergottes erbaut sowie die Burg der Lepiden, welche heute unter dem Namen Palaeokastro bekannt ist und sich in einer Region befindet, wo bis heute Uberreste der Zyklopischen Mauer erhalten geblieben sind. Auf der Insel befinden sich wertvolle Monumente aus der byzantinischen Periode wie der fruhchristliche Tempel in Partheni, der Tempel der Hagia Barbara aus Bauelementen erbaut, die in der Region ausgegraben wurden, wie Marmorfragmente, Kapitelle, Steinplatten und sonstigen Materialien der antiken Stadt Leros, der Tempel von Johannes dem Theologen, der Muttergottes Gourlomata und der Muttergottes der Burg.

In Alinda aber auch in anderen Gebieten der Insel fand man in den Erdboden eingebaute Wolbungen "Tholaria", die allem Anschein nach Monchen als Unterschlupf dienten. Im Jahre 1314 wird die Insel vom Johanniterorden von Rhodos eingenommen, welcher Leros despotisch regiert. 1523 erreichen die Turken im Raubzug durch die ganze Agais auch diese Insel. Trotz der uberaus schwierigen Verhaltnisse in der Zeit der Turkenherrschaft ist Leros dennoch fahig eine Art Selbststandigkeit zu bewahren. So ist es kein Zufall dass beim Ausbruch der griechischen Revolution im Jahre 1821 die Einwohner dieser Insel zu den Vorkampfern gehoren.

1830 wird im Londoner Protokoll im Rahmen des Abkommens zwischen Turken und Italienern der Dodekaneskomplex im Austausch mit der Insel Euboa den Italienern ubertragen. Es folgt dementsprechend im Zeitraum von 1912-1943 die Besatzung der Italiener. Die ganze Insel wird zu einem Waffenlager. Es werden Festungsmauern von enormer Wichtigkeit konstruiert und militarische Einrichtungen aufgebaut mit Ziel auf Leros einen Militarstutzpunkt der Italiener im Mittelmeerraum zu sichern.

In Lakki wird die Stadt aufs Neue errichtet. Alte Gebaude werden abgerissen um von neuen, in Europa einzigartigen und fur die Periode von uberaus fortschrittlicher Architektur, ersetzt zu werden. Im Zweiten Weltkrieg nach der Kapitulation der Italiener befreien, dem Heeresverband angehorende, Griechen die Insel. Es folgt die Besatzung der Englander von zweijahriger Dauer bis letztendlich im Jahre 1948 die Insel Leros gemeinsam mit den anderen Inseln der Dodekanes mit Griechenland vereint wird.